Ich habe eine kleine Tradition: Jedes Jahr bekommt ein Motto. Dabei ist mir besonders wichtig, dass es kein Marketing-Slogan wird, sondern ein Satz, der sich richtig anfühlt. Ein Satz, der mir Orientierung gibt, wenn es trubelig wird und der mich durch das Jahr leitet.
Mein Motto für 2026:„Ich achte auf mich.“
Dieses Motto ist nicht zufällig entstanden. Zugegeben, es ist sehr stark geprägt von meinem letzten Quartal 2025, genauer gesagt von den Monaten September, Oktober und November. Im Seminar- und Trainingsgeschäft klassischerweise die heiße Phase. Und obwohl mir das bewusst war, habe ich die Zeit unterschätzt.
Rückblick 2025: Viel geschafft. Vielleicht zu viel?
Das letzte Jahr war unterm Strich richtig gut. Ich hatte mir 2025 vorgenommen zu investieren. Nicht unbedingt mit Geld etwas zu kaufen, sondern mich voll einzubringen, dass ich von einem erfolgreichen Jahr sprechen kann. Dazu gehören auch Aufgaben und Projekte, die eben nicht immer ganz oben auf meiner Macht-mir-total-Spaß-Liste stehen, die aber beispielsweise Umsatz bringen.
Und dieser Teil hat wirklich gut geklappt.Ich musste am Ende des Jahres nicht meckern, dass es „nicht gereicht hat“ oder “mehr hätte sein können”. Ich habe Verantwortung übernommen und an einigen Stellen meine Komfortzone verlassen.
Ein wichtiger Baustein für meinen Erfolg war dabei die Zusammenarbeit mit einem Seminaranbieter. Eine gute Mischung aus Seminaren, die mir Spaß machen, die sinnvoll sind, die nicht immer der größte Umsatzhebel sind, aber eben Umsatz bringen und zu mir passen. Diese Zusammenarbeit entlastet mich total im Marketing, denn das übernimmt der Seminaranbieter. Ich muss “nur” das Seminar durchführen. Dafür bin ich wirklich dankbar. Trotzdem war es zu viel. Ich wollte da richtig den Fuß in die Tür bekommen und habe ab und zu mehr gemacht, als gut für mich war.
Wenn „Ich schaffe das schon“ zum Problem wird
Vor allem im September habe ich gemerkt: Ich habe zu oft Ja gesagt. In der Vergangenheit habe ich über mich gelernt: Ich schaffe das schon. Und das tue ich auch. Aber nur, weil ich etwas schaffe, heißt das nicht, dass es mir immer guttut.
Ich war irgendwann nur noch im Seminarmodus:-
- Seminar vorbereiten
- Seminar halten
- Seminar nachbereiten
- Tasche packen
- Tasche auspacken
- Welcher Zug?
- Welches Hotel?
- Wo muss ich eigentlich morgen hin?
Ich habe es hinbekommen und war auch in dem Moment okay und trotzdem war es zu viel.
Die Rechnung kam später
Die eigentliche Rechnung kam nicht sofort. Im September hatte ich noch genug Reserven. Der Urlaub war noch nicht lange her und so habe ich mich durchgetankt. Gegen Ende des Jahres habe ich jedoch gemerkt, dass mir richtiggehend die Kräfte ausgehen. Gefühlt habe ich mich von Woche zu Woche geschleppt, habe meine Termine gezählt bis zur ersehnten Pause. Ich war wirklich so kaputt und erschöpft.
Ich habe richtig gemerkt, wie sehr ich die Pause brauche und wie sehr ich auf die freien Tage hinarbeite. Noch nie fiel mir eine Social Media Pause so leicht. Und das ist eigentlich gar nicht so typisch für mich. Ich freue mich auf Urlaub, na klar. Doch normalerweise freue ich mich danach auch schnell wieder aufs Loslegen. Dieses Mal brauchte ich deutlich länger, um im neuen Jahr anzukommen. Die Lektion habe ich gelernt.
Was dieses Motto 2026 für mich bedeutet
Mit dieser Erfahrung im Gepäck heißt mein Motto dieses Jahr: “Ich achte auf mich.”
Für mich bedeutet es,
- dass ich meine Kräfte im Blick habe
- dass ich früher Nein sage oder mindestens “nicht jetzt”
- dass ich meine Bürotage plane und auch gegen Anfragen “verteidige”
- dass ich meine Pausen plane und einhalte
- dass ich meine täglichen Spaziergänge mache, denn sie machen den Kopf frei und sorgen für neue Ideen und Perspektiven
Denn eins ist mir sehr klar geworden: Wenn ich darauf nicht achte, macht es niemand anderes für mich. Als Selbstständige auszufallen, ist für alle Beteiligten richtig doof: für meine Kund*innen und Auftraggeber*innen, aber vor allem für mich selbst. Außerdem macht mir das, was ich tue so viel Freude. Die möchte ich wieder stärker spüren. Ich bin mir sicher, dass es mir gelingen wird.
Mein Blick auf 2026
Ich freue mich auf dieses Jahr. 2025 hat mir gezeigt, dass sehr viel für mich möglich ist. Es hat mir aber auch gezeigt, wo meine Grenzen sind und dafür bin ich sehr dankbar. Ich habe mir fest vorgenommen
- bewusster planen
- realistische Zeitfenster setzen
- meine Energie genauso ernst nehmen wie Termine
- früher innehalten, statt später erschöpft zu stoppen
Ich bin überzeugt, dass ich trotzdem oder besser, gerade deswegen, ein noch erfolgreicheres Jahr 2026 haben werde. Let´s go!
Dieses Motto ist meine Erinnerung an mich selbst, für die Tage, an denen es wieder schnell geht und viel los ist. Und vielleicht ist meine Reflexion auch für dich ein kleiner Impuls, dir selbst diese Frage zu stellen: Was soll dich 2026 begleiten? Hast du ein Jahresmotto?
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Liebe Katrin
Ein sehr schönes Learning aus deinem letzten Quartal 2025. Dein Motto ist enorm wertvoll für alle. Für mich persönlich ist es sogar mehr als nur ein Jahresmotto. Das sollten wir ja „eigentlich“ immer beherzigen. Doch indem du es bewusst festlegst, bekommt es eine starke Priorität.
Besonders gut gefällt mir deine Aussage: Aber nur, weil ich etwas schaffe, heisst das nicht, dass es mir immer guttut. Sehr treffend.
Ich wünsche dir viel Spass und Erfolg bei der Umsetzung deines Mottos.
Liebe Grüsse Nicole
Weil du danach gefragt hast: Mein Motto für das Jahr 2026 lautet: Stille Kraft voraus.
Liebe Nicole, herzlichen Dank für diese tolle Rückmeldung. Es ist genau so: Was heißt eigentlich eigentlich? Ich habe es tatsächlich über das Jahr ein wenig verloren und deswegen ein hohes Bedürfnis, es nächstes Jahr zu Prio zu machen. Dein Motto hört sich spannend an, da werde ich mal vorbeischauen. Liebe Grüße, Katrin