Wie viel passt eigentlich in sechs Monate? Mehr als du denkst. Manchmal sogar mehr, als du dir vorgenommen hattest. Zu Beginn des Jahres hatte ich nur eine Liste für das erste Quartal geschrieben. Weil mir das gereicht hat.
Und dann ist das erste Halbjahr vergangen. Und ich sitze hier und merke: Da war verdammt viel. Schönes, Gelerntes, Überraschendes und auch das eine oder andere „Na ja, da geht noch was.“
Denn das ist die Sache mit solchen Reflexionen: Sie zeigen dir nicht nur, was du geschafft hast. Sie zeigen dir auch, wo es nicht so gelaufen ist, wie du es dir vorgestellt hattest. Für mich ist das genauso wertvoll, manchmal sogar wertvoller.
Willkommen in meinem ersten Halbjahr 2026. Ich nehme dich hier mit durch meine ersten sechs Monate.
Was ich mir vorgenommen habe und was daraus geworden ist?
Zugegeben, der Vergleich hinkt. Ich hatte nämlich „nur“ eine Liste für das erste Quartal geschrieben und nicht für das ganze Halbjahr. Doch durch viele Projekte fehlte mir die Zeit, bereits das erste Quartal Revue passieren zu lassen. Deswegen möchte ich das hier und heute nachholen und schauen, was mir das erste Halbjahr so beschert hat.
15 Seminartage: Aus den 15 Seminartagen sind dann bis Ende Juni noch 21 geworden. Damit bin ich sehr zufrieden, denn ich war bereits Anfang des Jahres, bis März quasi ausgebucht. Diese Sicherheit tut mir sehr gut und ich genieße es sehr. Zu diesen Seminartagen kommen ja dann auch noch andere Themen wie Team-/Konfliktworkshops und Coachings. Außerdem müssen ja alle Seminare vorbereitet und nachbereitet werden. Alles in allem hatte ich also gut zu tun und habe einen zufriedenstellenden Umsatz gemacht. Na klar, mehr geht immer. Und trotzdem tut mir dieses Wachstum in dieser Geschwindigkeit sehr gut.
2 Teamworkshops: Auch hier hat sich noch einiges getan. Aus den zwei geplanten Workshops wurden insgesamt sechs Teamworkshops und ich merke – das macht mir richtig viel Freude! Auch deswegen möchte ich dort noch mehr Fokus drauflegen und mehr davon machen.

Supervisionsweiterbildung bei Andrea Schlösser: Nach dem Team- und Konfliktcoach habe ich nun noch die Weiterbildung zur Supervision bei Andrea Schlösser nachgelegt. Ein Thema, das aus meiner Sicht ein großes Potenzial im Unternehmenskontext und in der Begleitung von Führungskräften hat. Auch dieses Angebot möchte ich weiter in die Welt tragen, weil es eine super Ergänzung ist.

Deep Dive KI mit Mission KI von Tim Gelhausen: Ich wollte tiefer eintauchen und ich bin tiefer eingetaucht. Leider nicht ganz so tief, wie erhofft, weil das Tagesgeschäft einfach auch noch da ist. Aber ich habe etwas geschafft, denn ich habe zwei Aufgaben in Claude-Cowork angelegt, die für mich arbeiten. Ich liebs wirklich sehr und deswegen ist es auch so schade, dass ich mich nicht rund um die Uhr damit beschäftigen kann. Aber bald habe ich wieder etwas mehr Freiraum und dann geht´s los.
Mehr Sichtbarkeit mit Werbeanzeigen: Ein Satz mit x, das war wohl nix. Und damit meine ich ausdrücklich nicht den Kurs von Funnelfox, der wieder großartig war. Trotzdem haben meine Anzeigen nicht performt. Natürlich habe ich analysiert, aber letztendlich liefen sie so schlecht, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Gott sei Dank berichtete mir eine Kollegin, dass ihre Anzeigen in einem ähnlichen Zeitraum ebenfalls unterirdisch schlecht liefen. Obwohl sie sehr erfahren ist mit Anzeigen und die schon oft sehr gut liefen. Nun ja, vielleicht mache ich Ende des Jahres nochmal einen Versuch, wenn es um meinen Adventskalender geht.
Netzwerken Women in Business am 5. März: Ja, ich war da und ja, ich fand es auch gut. Am besten hat mich ein Vortrag über das Thema Wechseljahre im Job begeistert. Zum einen natürlich inhaltlich, weil Vieles doch einfach nicht so bekannt ist, leider. Zum Anderen, weil die Referentin – Constanze Stock – so viel zu erzählen hatte. Ich hätte ihr gerne noch viel länger zugehört. Ein super wichtiges Thema, das eben auch eine wirtschaftliche Relevanz hat, die aus meiner Sicht viel zu wenig berücksichtigt wird. Dennoch habe ich auch gemerkt, dass ich diese reine Frauenveranstaltungen zwar ob der Atmosphäre genieße, mich dann aber frage: „Was haben wir jetzt damit wirklich verändert?“ Deswegen habe ich dazu auch einen Post geschrieben. Vielleicht magst du dir ja meine Gedanken dazu mal durchlesen.
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3 Blogartikel schreiben, die fachlich geprägt sind: Das habe ich locker erreicht. Und ich finde das super, weil es mir auch dadurch die Contenterstellung für Social Media erleichtert. Gepaart mit den Contenttagen war das eine echte Erleichterung für das Marketing. Ich weiß jetzt schon, dass ich das gerne für das zweite Halbjahr beibehalten möchte. Das sind meine Blogartikel aus dem ersten Halbjahr:
- Wie wird man eigentlich Expertin? Mein Weg zur zertifizierten Konfliktcoach
- Warum Female Leadership mehr ist als ein „Frauending“
- Die 7 Fragen, die Frauen in Führung am meisten beschäftigen – und was ich darauf antworte
- Delegieren als Führungskraft: Warum es dir als Frau besonders schwerfällt (und wie du es trotzdem schaffst)
- Die 7 größten Sichtbarkeits-Fehler, die Frauen in Führung machen (und wie du sie vermeidest)
- Meine To-Want-Liste für das 1. Quartal 2026 – Aller guten Dinge sind 10
- Wie du dir Ziele setzt, die du auch wirklich erreichst – inkl. 5 Praxistipps
- Mein Motto für 2026: Ich achte auf mich!
2 Contenttage: An diesen Contenttagen arbeiten Jessi und ich sechs Stunden lang hochkonzentriert. Es geht um Ideensammlung, Planung und Schreiben von Beiträgen, Newslettern und Co.. Leider musste unser dritter gemeinsamer Contenttag ausfallen. Auch wenn ich selbst an dem Tag mich drangesetzt habe – es war anders und lange nicht so produktiv. Deswegen freue ich mich, dass im Juli wieder ein Contenttag im Kalender steht.

Meine Schrittzahl pro Tag auf 6.000 erhöhen: Es ist mittlerweile drei Jahre her, dass ich mir vorgenommen hatte: Ich bewege mich jeden Tag mindestens 30 Minuten an der frischen Luft. Ein Neujahrsvorsatz, der es wirklich geschafft hat, von mir umgesetzt zu werden. Meine durchschnittlich erreichte Schrittzahl lag 2025 bei 5.335 Schritten – sonstiger Sport wie Hockey, Tennis oder ähnliches zählt nicht mit rein. Aktueller Stand: 5.931. So dicht dran. Ich gebe mir Mühe, dass ich das schaffe. Nicht nur für das Ziel, sondern einfach, weil es mir auch echt gut tut.

Skiwochenende in Tschechien: Nach einer sehr erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr haben wir auch dieses Jahr die „Zeugnisferien“ in Niedersachsen genutzt, um in Tschechien skizufahren. Wir wussten, was uns erwartet und was auch nicht. In erster Linie wollten wir Fahren, denn wir hatten alle so richtig Bock drauf. Und obwohl das Wetter jetzt nicht das allerbeste war, hat es uns enorm gut getan, drei Tage rauszukommen.


Was sonst noch los war
Ganz viel Schnee: Das Jahr hatte gerade begonnen, da kam der Schnee. Und er kam, um zu bleiben. Ich bin ja ein Fan von Schnee, denn, wenn schon Winter, dann richtig. Es ist so wunderbar zu sehen, wie selbst die heranwachsenden Kinder so viel Freude haben, draußen sind und das Leben genießen. So kommen die Schlitten dann doch immer mal wieder zu ihrem Einsatz.


Ich mache jetzt auch Beratung: Ich hatte schon länger den Gedanken, dass ich mir auch Beratung für mich vorstellen kann. Gerade kleinen Personalabteilungen fehlt oft die Kapazität strategische Themen in den Unternehmen voranzutreiben. Und dann kam sie die Anfrage: Eine Kundin von mir, bei der ich bereits einige Seminare und Workshops durchgeführt hatte, wollte für ein Projekt meine Begleitung. Eine Ein-Frau-Abteilung, die – logischerweise – gar nicht dazu kommen kann, neben dem Tagesgeschäft viel zu bewegen. So haben wir gemeinsam in relativ kurzer Zeit einen Leitfaden für Mitarbeitendengespräche entwickelt. Für sie war ein großes Thema vom Zettel und für mich die erste klassische Beratung in den Büchern.
Jessi hat ein Buch geschrieben: Ich arbeite jetzt im fünften Jahr mit meiner Freelancerin Jessi zusammen. Sie unterstützt mich bei meinen Social Media Aktivitäten. Selbst ist Jessi schon lange ein Pinterest Fan und hat sich auch in diesem Bereich entsprechend weitergebildet. Außerdem ist sie eine totale Leseratte. Eigentlich nur logisch, dass sie nun selbst ein Buch geschrieben hat: „Pin dein Wissen – Pinterest-Marketing für Expertinnen“. Es steckt wahnsinnig viel Herzblut und Arbeit darin, denn dieser Prozess war für sie als alleinerziehende und selbstständige Mutter wirklich alles andere als einfach. Lies doch mal rein!
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LEONIA Netzwerk: „Ich kann mir vorstellen, dass du genau die Richtige dafür bist.“ Das sagte Ende letzten Jahres Alexandra zu mir. Sie war zu dem Zeitpunkt stark in die Begleitung zur Gründung eines Frauen-Netzwerks bei Eintracht Braunschweig zur Förderung des Frauenleistungssports eingebunden. Im Februar gab es eine große Auftaktveranstaltung und offizielle Gründung des Netzwerks. Mitte März durfte ich dann den Auftaktworkshop mit 16 Sportlerinnen durchführen. Welche Wünsche und Bedarfe haben die Frauen, um ihren Sport optimal ausüben zu können. Denn Fakt ist, sie machen Leistungssport unter Amateurbedingungen. Sie nehmen das zwar hin, organisieren was das Zeug hält, machen alles möglich, aber geht das nicht besser? Da ich selbst einige Jahre für Eintracht Braunschweig Hockeybundesliga gespielt habe – neben meinem Vollzeitjob – weiß ich tatsächlich, was das bedeutet und habe diesen Workshop super gerne gemacht.

Nachtlauf: Warum genau habe ich nochmal ja gesagt? Das habe ich mich am Morgen des Nachtlaufs tatsächlich gefragt. Über 30 Grad tagsüber und dann soll ich abends durch die Stadt rennen? Wer mich kennt, weiß, dass Joggen nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen zählt. Trotzdem stand ich um 20 Uhr mit meiner Tochter an der Startlinie, Mann und Sohn natürlich weiter vorne, und wartete auf den Startschuss. Ein toller Rundlauf durch die Stadt, viele Menschen an der Seite, die die Läufer*innen angefeuert haben. Am Ende bin ich gemeinsam mit meinem Mann über die Ziellinie gelaufen und unsere Kinder haben uns im Ziel in Empfang genommen.

Aufstieg: Hockey ist meine Leidenschaft. Seit fast 40 Jahren spiele ich diesen Sport und er hat mir wahnsinnig viel gegeben. Und irgendwie kann ich es auch nicht lassen und spiele tatsächlich noch mit den ganz jungen Hüpfern in einem Team. Nachdem wir letztes Jahr aus der Regionalliga abgestiegen waren, hatten wir das klare Ziel: Wiederaufstieg. Bereits einen Spieltag vor Saisonende haben wir den Aufstieg perfekt gemacht und eine fast perfekte Saison gespielt: 13 Siege, ein Unentschieden und nur zwei Gegentore. Das kann sich wirklich sehen lassen und so freuen wir uns auf die 3. Liga!

Mein 1. Halbjahr in Zahlen
Seminartage: 21
Coachingsessions: 25
Teamworkshops: 7
Contenttage: 2
Geschriebene Newsletter: 13
Beiträge auf Instagram: 42
Blogartikel: 9
Zugfahrten: 10
Konzerte: 3
Wenn ich das alles hier so runterschreibe, merke ich: da war ganz schön viel los. Es waren super viele schöne Dinge, die ich erleben durfte und trotzdem bin ich jetzt ziemlich urlaubsreif. Ich freue mich wirklich sehr auf die Sommerpause, in der ich zwar auch ein wenig arbeite, aber so wenig Termine habe wie noch nie. Mit Ferienbeginn der Kinder fahre ich meine Aktivitäten runter und kehre am 10. August an meinen Schreibtisch zurück. Gönn ich mir. 😉
Und du? Wie war dein erstes Halbjahr? Bist du zufrieden?









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